
Über mich
Ich bin aufgewachsen bei Frankfurt am Rande vom Taunus und habe zuletzt selbst im Taunus gelebt, in der Welt von Nele Neuhaus. Deren Krimis habe ich bisher leider noch nicht gelesen. Aber ich kenne diese Landschaft, die Stimmung und die Stille in den Wäldern.
Heute lebe ich an der Ria Formosa. Dort wo "Lost in Fuseta"spielt.
Manche Zufälle erklären sich von selbst.
2014 war ich zum ersten Mal an der Algarve - irgendwo bei Tavira. Ich wußte wenig über den Ort, über die Region, über die Sprache, sogar über die Namen der Dinge. Ria Formosa? Oder doch etwas anderes? Damals spielte das keine Rolle.
Ich kam zu Besuch. Und kam immer wieder zurück. Jedes Jahr. Bis ich schließlich mit einem Plan hierherkam, um zu bleiben - und am Ende etwas ganz anderes daraus wurde.
Manches versteht man hier sofort. Anderes erst unterwegs.
Mich zog nicht das Konkrete an, sondern ein Gefühl und Gerüche: Licht, Meer, Zeit, der Geruch von Zistrosen (ich will leben, wo es gut riecht!) und die Ahnung, dass Südeuropa mehr war als ein Reiseziel. Mittelmeerklima (obwohl Portugal nicht am Mittelmeer liegt), Olivenbäume, Sehnsucht (portugiesisch: saudade).
Portugal habe ich mir nicht vorgenommen, sondern hineingelebt.
Jahrelang war ich "Banker" in Frankfurt. Naturverbunden, aber eingespannt. Mit dem Rad zur Arbeit, wenn es ging. Segeln, Radurlaube - fast ausschließlich am Mittelmeer im Süden Europas. Ich träumte von Olivenhainen. Von etwas Eigenem. Vom Leben draußen.
2022 machte ich mit Freunden eine Delfintour auf dem Atlantik vor der Ria Formosa. Wir sahen keine Delfine. Trotzdem jubelte ich innerlich, mein Herz lachte, weil das Meer genug war. Ein Jahr später machte ich meinen Bootsführerschein in Portugal und fuhr dann auf demselben Boot selbst Gäste als Guide und Co-Skipper, Delfine zu entdecken.
Irgendwann stieß ich auf "Lost in Fuseta" und las die Krimis. Ich erkannte die Orte wieder, aber auch das, worum es in den Büchern hauptsächlich geht: Fernweh, Sehnsucht, ein anderes Lebensgefühl, die portugiesische Seele.
Ich habe teilweise selbst in Fuseta gearbeitet. Ich kenne die Gassen, die marinheiros, das Licht, die Stimmungen, die Geschichten hinter den Fassaden. Ich bin Teil davon - nicht namentlich, aber ich bin da.
Mit den Jahren kam Nähe, Erfahrung und ein tieferer Blick für das, was sich nicht erklären lässt - schon gar nicht von außen.
Man kann sich annähern, mitgehen, zuhören.
Ganz verstehen wird man die portugiesische Seele wohl nur, wenn man hier geboren ist.
Vielleicht ist es genau dieses Dazwischen, das mich mit den Geschichten von Lost in Fuseta verbindet.
Beim Lesen entsteht eine Sehnsucht, die mir vertraut ist, weil die Bücher (auch wenn sie überzeichnen) eine portugiesische Wirklichkeit berühren, die ich ähnlich erlebe.
Manchmal fühlt es sich an, als wäre ich selbst Teil dieser Geschichten geworden.
Nicht im wörtlichen Sinn, sondern weil Realität und Fiktion hier näher beieinanderliegen, als man von außen vermuten würde.
Wenn du verstehen willst, warum genau hier Geschichten entstehen, die nicht loslassen - komm mit!
Alles weitere erzähle ich lieber unterwegs...
